Auch Reihenhausdächer können Solaranlagen tragen. Je nach Dach auch große Anlagen. Eigentlich kein Thema für eine Balkon-Solar-Website.
Bereits seit einem Jahr arbeitet die hier vorgestellte Balkon-Solar-Anlage in meiner Nachbarschaft.
Sie verfügt über 4 aktuelle Solarmodule mit ca. 400 Watt und kommt so auf maximal ca. 1600 Watt Solarleistung.
Die Anlage darf nur 800 Watt in das Hausnetz einspeisen. Bei gutem Wetter sind also immer 800 Watt sicher. Mit dem, was nicht verwendet wird, wird ein Akku geladen. Dieser Akku ermöglicht es, die Solarleistung auch zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint.
Installiert wurde die Anlage in Eigenleistung und mit Unterstützung von Freunden.
Auf einem Flachdach sind die Module mit der „Gehwegplatten-Montage“ angebracht. Damit wurde das Gründach nicht beschädigt.

Die erwirtschaftete Solarleistung sollte auch abends und nachts benutzt werden können. Also wird der Solarstrom von einem „intelligenten“ Akku gespeichert und in Wechselstrom gewandelt.
Der hier benutzte Akku-Wechselrichter hat vier Solar-Strom-Eingänge. Damit wird jedes Modul optimal angesprochen.
Die 2,7 kWh des Akkus und die 4 Solarmodule können das Haus also gleichzeitig unterstützen. Durch eine Smartphone-App lässt sich der Akku-Wechselrichter konfigurieren.

Um die Entladung des Akkus genau auf den Strom-Verbrauch des Hauses abzustimmen, musste ein Stromverbrauchs-Sensor – der im Lieferumfang des Akkus dabei war – von einem Elektriker angebracht werden.
Diese Arbeitsleistung ist zwingend, da an die Strom-Zuführungskabel des Hauses kontaktlose Sensoren angebracht wurden.

Im Sommer war der Akku abends immer zu 50 % geladen.
Damit können Verbraucher, wie Kühlschränke, Gefriertruhen und Internet-Technik, die immer eingeschaltet bleiben müssen, auch in der Nacht durch den Akku versorgt werden.
Durch die gute Position der Solarmodule kann selbst im Oktober noch Energie erwirtschaftet werden.

Für die Kosten von ca. 1600 € (Hardware und Elektriker-Auftrag) und einige Stunden Installation und Montage in Eigenleistung kann die dreiköpfige Familie nun einen großen teil Ihres Stroms aus den Solarmodulen ziehen.
In der Familie achtet man jetzt auch auf den Ladezustand des Akkus: „Beim Wasser kochen achten wir darauf, das wir nur 800W verbrauchen. Das dauert zwar länger, aber so können wir sicherstellen, dass der Strom aus dem Akku kommt und das ist preiswerter!“.
Im Vergleich zu einer mindestens zehnmal teureren Dach-Anlage, eine echte Option!